Der therapeutische Ansatz der Akupunkt-Massage (APM) beruht auf der Annahme, dass sämtliche Erkrankungen auf eine Störung des Energieflusses zurückzuführen sind. Das Erkennen und Beseitigen vorhandener Störfaktoren stellt hierbei einen zentralen Aspekt dar, was durch die Einteilung in Yin- und Yangmeridiane erleichtert wird.
Zunächst erstellt man in der APM einen energetischen Befund, der primär auf der Fragestellung, ob die Symptome einer Energiefülle (Yang: Fieber, Entzündungen...) oder einem Energiemangel (Yin: Verschleißerkrankungen) des versorgenden Meridians zuzuordnen sind, basiert.
Entsprechend erfolgt die Therapie stets mit tonisierendem Reiz entlang der energetisch unterversorgten Meridiane.
Auf diese Weise setzt man bewusst einen Reiz in ein geschlossenes System und zwingt den Organismus zu einer Regulation seines gestörten Energiekreislaufes, was bestimmte Reaktionen hervorrufen kann. Der Patient kann in den nächsten 24-48 Stunden ein Auf- und Abschwellen der Symptome spüren bis das Fließgleichgewicht wiederhergestellt ist. Diese Reaktion hat Willy Penzel den Ebbe - Flut - Effekt genannt.
Nach einer energetischen Behandlung ist zu erwarten, dass der Patient viele Bewegungen mit weniger Schmerzen ausführen kann, was den Heilungsprozeß positiv unterstützt. Ein großer Vorteil dieser Therapieform besteht in der Behandlung der Krankheitsursachen und nicht nur der Symptome, so dass ein harmonisch dynamisches Gleichgewicht des Energiekreislaufs wiederhergestellt werden kann, was nach der Traditionellen Chinesischen Medizin Voraussetzung für einen gesunden, leistungsfähigen Körper ist.
