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Verschleiß auf einer betroffenen Seite begünstigt Arthroseentwicklung der anderen Seite!

Der so genannte Musculus glutaeus medius, der "mittlere Gesäßmuskel", sorgt dafür, dass das Becken während des Gehens stabilisiert werden kann. Bei einer Hüftarthrose schwächt sich dieser Muskel ab. Dies führt dann unter anderem zu dem typischen Hinkmechanismus, bei dem der Patient während des Gehens seinen Oberkörper seitlich über das betroffene Bein bewegt. Nun fanden portugiesische Forscher heraus, dass diese Muskeldegeneration auch dazu führen kann, dass die andere Hüfte in Mitleidenschaft gezogen wird: Nachdem sie innerhalb einer Hüftoperation eine Gewebeprobe des Muskels entnommen hatten, stellten die Forscher fest, dass sich die andere Hüftseite umso stärker arthrotisch verändert hatte, je schwächer der mittlere Gesäßmuskel auf der operierten Seite sich an Hand der Gewebeprobe darstellte! Sie folgerten daraus, dass ein gezieltes Training dieses Muskels - vor allem auf der noch gesunden Seite - diese Hüfte entlasten und damit einer Arthrose vorbeugen oder zumindest deren Entwicklung verlangsamen könne.
Im Fitnesstudio werden die Hüftabduktoren meistens im Sitzen und beidseitig trainiert.
Das kann zu einer besseren "Form" des Gesäßes und der Oberschenkel führen. Allerdings ist diese Übung für die meisten Menschen nicht funktionell, da sie die Muskeln primär im Stehen und beim Gehen und nicht im Sitzen brauchen. Daneben können sie die gesunde Seite unter Umständen nicht ausreichend trainieren, da ihre arthrotische Seite schwächer ist und damit das Trainingsgewicht begrenzt.

(Int J Sports Med 2007; 28: 1035-1039)

Unsere Trainingstherapeuten haben viel Erfahrung im Training von Arthrosepatienten. Sie zeigen Ihnen Übungen, mit denen Sie Ihre Gesäßmuskulatur funktionell aufbauen und so Ihre Hüfte optimal stabilisieren können!

 

Hüftprobleme