Diese Behandlungsmethode stellt mittlerweile eines der weltweit anerkanntesten Wirbelsäulenverfahren dar.
Das McKenzie Konzept ist ein frühaktives, prophylaktisch-therapeutisches Konzept mit dem Ziel der Verhütung von Rezidiven und Verhinderung von Chronifizierung. Patienten werden aktiv in den Therapieprozess einbezogen. Eine Abhängigkeit vom Therapeuten, angsterzeugende Erklärungen bzw. Prognosen und Dekonditionierung des Patienten sollten unter allen Umständen vermieden werden.
Passive manuelle Techniken werden nicht als primäre Intervention eingesetzt. Passive Mobilisationsmaßnahmen kommen erst dann zum Einsatz, wenn keine weitere Verbesserung in Schmerz und Funktion zu verzeichnen ist.
Als Besonderheit sowohl bei der Untersuchung als auch in der Therapie ist hervorzuheben, dass der Patient WIEDERHOLTE BEWEGUNGEN ausführt mit dem Ziel, den Schmerz zu reduzieren bzw. zu zentralisieren. Dieses Zentralisationsphänomen hat sowohl diagnostische, therapeutische sowie prognostische Bedeutung. Primär bestimmt das Schmerzverhalten bzw. die Funktionsherstellung die Therapierichtung.
Studien, sowohl bei akuten als auch bei chronischen Patienten haben gezeigt, dass Patienten, deren Schmerzen durch bestimmte Bewegungen oder Haltungen von distal (weg von der Körpermitte) nach proximal (hin zur Körpermitte) wandern- d.h. sich zentralisieren- langfristig weniger Schmerzen, eine bessere Funktion und eine bessere Reintegration in den Arbeitsprozess aufwiesen (Long 1995, Werneke 1999).
(Auszüge aus dem Curriculum des McKenzie Instituts Deutschland)

